Stilles Gedenken
Am Gedenkstein vor dem ehemaligen Synagogengebäude in der Rheinstraße 27 in Dornheim fanden sich mehrere Vereinsmitglieder auf
Vorschlag vom Leiter des Arbeitskreises für Geschichte und 2. Vorsitzenden des HGV - Dornheim 1986 e.V. Meinhard Semmler ein,
um den jüdischen Opfern aus Dornheim zu gedenken.
Mit 10 Rosen gedachten wir der 10 jüdischen Familien die 1933 in Dornheim lebten:
Familie Berndorf, Familie Dahlerbruch, Familie Dahlerbruch, Familie Kiefer, Familie Kiefer, Familie Nassauer, Familie
Pappenheimer, Familie Pappenheimer, Familie Silbermann und Familie Strauß
Beim Novemberpogrom 1938 wurde neben der Synagoge auch Wohnungen jüdischer Familien in der Mainzer Straße und
der Gernsheimer Straße verwüstet.
Das Entzünden der Kerze und das stilles Gedenken galten den 43 in Dornheim geborenen oder längere Zeit in Dornheim
wohnhaften jüdischen Personen, die in der NS-Zeit umgekommen sind.
Die neue Dornheimer Synagoge in der Rheinstr. 27 wurde 1860 / 1861 mit 89 Plätzen erbaut und Anfang September 1861
eingeweiht. 1860 hatte Dornheim laut Statistik 85 jüdische Einwohner (7,7 % der Gesamtbevölkerung).
Bei der Einweihung waren beide Dornheimer evangelische Ortsgeistliche in ihrer Amtstracht anwesend wie unser
stellv. Leiter des Arbeitskreises für Geschichte, Pfarrer i. R. Wolfgang Köhler berichtete.
Die 1911 vollständig renoviert Dornheimer neue Synagoge wurde beim Novemberpogrom 1938 im Inneren vollständig
zerstört und noch 1938 abgebrochen. Der Gedenkstein vor dem ehemaligen Synagogengebäude wurde 1995 auf Antrag des
damaligen Stadtverordneten und jetzigen 1. Vorsitzenden des HGV - Dornheim 1986 e.V. Werner Appel errichtet.