Renovierung des Dornheimer Ehrenmales
des Krieges 1870 – 1871
Das Ehrenmales des Krieges 1870 - 1871 (
Deutsch-Französicher Krieg)
ist im Jahre 2001 im Auftrag des Heimat- und
Geschichtsvereins vom Steinmetzmeister Heinrich J. Krumb kostenlos renoviert worden.
Die vier Seiten des Oberlisken können nach der Hinterlegung der Inschrift in einem hellen Grauton und
Wegschnitt des Bewuchses um das Denkmal wieder gelesen werden.
Auf Wunsch der Kreissstadt Groß-Gerau sind die Beschädigungen des Ehrenmals, die im Zweiten Weltkrieg entstanden waren, nicht
ausgebessert worden. Sie sollen als stetige Mahnung an diesen Krieg erhalten bleiben.
Vor seinem neuen Standort auf dem Friedhof in Dornheim, stand das Ehrenmal hinter der evangelischen Kirche in der Dornheimer Ortsmitte.
Dieses Ehrenmal und die anderen beiden Ehrenmale für die Opfer des Ersten und Zweiten Weltkrieg in der Ecke des Dornheimer
Friedhofs, erinnern an die Kriege der letzten Jahrhunderte und sind auch ein wesentlicher Teil der Dornheimer Geschichte, denn
viele Dornheimer Familien waren durch den Verlust von Angehörigen unmittelbar betroffen.

Denkmal für den Deutsch-Französichen Krieg 1870/71
Denkmal für die gefallenen Soldaten des ersten Weltkrieg
Denkmal für die Opfer des zweiten Weltkrieges
Der Siebziger Krieg (1870-1871) oder auch Deutsch-Französischer Krieg wurde von Frankreich an Preußen
am 19. Juli 1870 nach Streitigkeiten um die spanische Thronfolge erklärt. Auslöser war eine bewusst verkürzte
Veröffentlichung der sog. Emser Depesche (eines Berichts Wilhelms I. an Bismarck) durch den preußischen
Ministerpräsidenten Otto von Bismarck.
Der Kriegseintritt der süddeutschen Staaten (Bayern, Württemberg, Baden und Hessen) kam für den französischen
Kaiser Napoléon III. unerwartet. Preußen und die süddeutschen Staaten haben nach dem Deutsch-Deutschen Krieg von
1866 geheime "Schutz - und - Trutz - Bündnisse" abgeschlossen.
Der Krieg endete in einer schnellen Niederlage des französischen Kaisers und gipfelte in der Reichsgründung von
Versailles, wurde aber von republikanischen Kräften noch monatelang weitergeführt, u. a. mit Guerilla-Methoden.
Erst Anfang 1871, nach der Gründung des zweiten Deutschen Kaiserreiches, gab Paris auf.
Im Frieden von Frankfurt vom 10. Mai 1871 musste Frankreich das Elsaß und Teile von Lothringen an Deutschland
abtreten und eine Kriegsentschädigung von fünf Milliarden Franc zahlen. Für Frankreich bedeuteten die deutschen
Annexionen eine tiefe Demütigung und machte die Zurückerlangung dieser Gebiete zu einem zentralen Ziel
französischer Außenpolitik bis zum Ersten Weltkrieg. Auf deutscher Seite war das zentrale Ergebnis des
Kriegs die von vielen Deutschen lang ersehnte Reichsgründung. Nach langen Verhandlungen Bismarck
erfolgte der Beitritt der süddeutschen Staaten am 15.11.1870 zum Norddeutschen Bund. Gleichzeitig wurde der
Deutsche Bund gegründet und die Bundesverfassung angenommen.
Quellen:
Bundesvertrag von 1870
Der Deutsch-Französicher Krieg
Wikipedia: Deutsch-Französicher Krieg